Wespen – Schädlingslexikon
Aussehen & Erkennungsmerkmale
Wespen sind an der markanten gelb-schwarzen Zeichnung und der schlanken „Wespentaille“ zwischen Brust und Hinterleib zu erkennen. Die häufigsten Arten in Norddeutschland sind die Deutsche und die Gemeine Wespe, deren Nester meist grau-papieren wirken.
Lebensweise
Ein Wespenvolk entsteht jedes Jahr neu: Im Frühjahr gründet eine überwinterte Königin ein Nest, das bis zum Spätsommer auf mehrere hundert bis tausend Tiere anwachsen kann. Nester finden sich in Rollladenkästen, Dachböden, Hohlräumen oder unterirdisch im Gartenboden.
Anzeichen für einen Befall
- Reges An- und Abfliegen an einer festen Stelle (Einflugloch)
- Sichtbares, papierartiges Nest an Dach, Fassade oder im Schuppen
- Kratz- oder Summgeräusche aus Rollladenkästen oder Hohlräumen
Gefahren & mögliche Schäden
Die meisten Wespenarten stehen unter Naturschutz und dürfen nicht ohne Weiteres entfernt werden – eine Umsiedlung oder Bekämpfung ist nur bei begründeter Gefährdung erlaubt. Für Allergiker kann ein Stich lebensbedrohlich werden, und Nester in Wohnnähe (Terrasse, Kinderzimmerfenster) stellen ein reales Risiko dar.
So beugen Sie vor
- Süße Speisen und offene Getränke im Freien abdecken
- Fallobst zeitnah vom Boden entfernen
- Kleine Öffnungen an Rollladenkästen und Dachüberständen frühzeitig verschließen
- Mülltonnen geschlossen halten
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Bei einem Nest in unmittelbarer Wohnnähe, bei bekannter Insektengiftallergie im Haushalt oder wenn das Nest sich in einem schwer zugänglichen Hohlraum befindet, sollten Sie einen Fachbetrieb hinzuziehen – dieser kann auch die naturschutzrechtliche Lage einschätzen.
