Ratten – Schädlingslexikon
Aussehen & Erkennungsmerkmale
Wanderratten werden 20–27 cm lang (ohne Schwanz), haben ein graubraunes, grobes Fell, eine stumpfe Schnauze und kleine, behaarte Ohren. Der Schwanz ist meist kürzer als der Körper. Hausratten sind schlanker, dunkler und haben einen längeren Schwanz sowie größere Ohren.
Lebensweise
Ratten sind dämmerungs- und nachtaktiv, leben in Rudeln von bis zu mehreren Dutzend Tieren und graben verzweigte Gangsysteme in Erdreich, unter Gebäuden oder entlang der Kanalisation. Sie sind Allesfresser, sehr lernfähig und meiden neue Gegenstände zunächst (Neophobie), was die Bekämpfung erschwert.
Anzeichen für einen Befall
- Bananenförmige Kotspuren, meist in der Nähe von Futterquellen
- Nage- und Schmierspuren an Wänden, Kabeln und Rohrleitungen
- Laufwege als dunkle Fettspuren entlang von Wänden
- Ungewöhnliche Geräusche oder Kratzen in Wänden und Decken
- Sichtungen lebender Tiere, meist in den Abendstunden
Gefahren & mögliche Schäden
Ratten übertragen Krankheitserreger über Kot, Urin und Bisse (u. a. Leptospirose, Salmonellen) und richten durch Nagetätigkeit erhebliche Schäden an Kabeln, Dämmmaterial und Bausubstanz an. In Gewerbebetrieben mit Lebensmittelbezug ist ein Befall zudem meldepflichtig und hygienerechtlich kritisch.
So beugen Sie vor
- Mülltonnen und Komposte stets fest verschlossen halten
- Ritzen und Öffnungen an Fassade, Keller und Kellerschächten abdichten
- Keine offenen Futter- oder Speisereste im Garten liegen lassen
- Keller, Schuppen und Nebengebäude regelmäßig kontrollieren
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Sobald Sie Kotspuren, Nagespuren oder lebende Tiere bemerken, sollten Sie fachliche Hilfe hinzuziehen. Frei erhältliche Mittel bekämpfen meist nur einzelne Tiere und lösen selten die Ursache des Befalls.
