Marder – Schädlingslexikon
Aussehen & Erkennungsmerkmale
Der in Siedlungsgebieten verbreitete Steinmarder wird etwa 40–50 cm lang (ohne Schwanz), hat ein graubraunes Fell mit einem markanten weißen, meist geteilten Kehlfleck und einen rosafarbenen Nasenschwamm.
Lebensweise
Marder sind dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger, die tagsüber ruhige, geschützte Rückzugsorte wie Dachböden, Zwischendecken oder Motorräume aufsuchen. Sie sind territorial und markieren ihr Revier deutlich mit Duftmarken.
Anzeichen für einen Befall
- Trapp- und Poltergeräusche im Dachboden, meist in der Dämmerung
- Durchgebissene Kabel im Motorraum
- Kot- und Urinspuren mit typisch strengem Geruch
- Angefressene Dämmmaterialien oder Nistmaterial im Dachstuhl
Foto: Jay Johnson, Pexels (Pexels License)
Gefahren & mögliche Schäden
Marder verursachen vor allem wirtschaftliche Schäden: durchgebissene Kabel im Auto, beschädigte Dämmung und Dachabdichtung. Der Steinmarder steht unter Naturschutz, sodass Fang und Umsiedlung strengen rechtlichen Vorgaben unterliegen.
So beugen Sie vor
- Dachlukenöffnungen und Einschlupfstellen mit stabilen Gittern sichern
- Bäume und Kletterpflanzen in Gebäudenähe zurückschneiden
- Fahrzeuge nach Möglichkeit in geschlossenen Garagen abstellen
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Da eine eigenmächtige Entfernung naturschutzrechtlich problematisch sein kann, ist eine fachgerechte, tierschutzgerechte Vergrämung durch einen Fachbetrieb der sicherste Weg – inklusive dauerhafter Sicherung der Einschlupfstellen.
