Bettwanzen – Schädlingslexikon
Aussehen & Erkennungsmerkmale
Ausgewachsene Bettwanzen sind rotbraun, oval, abgeflacht und etwa 5–7 mm groß – nach einer Blutmahlzeit wirken sie länglicher und dunkler. Sie sind mit bloßem Auge gut sichtbar, verstecken sich aber tagsüber in Ritzen.
Lebensweise
Bettwanzen sind streng nachtaktiv und ernähren sich ausschließlich von Blut. Tagsüber verstecken sie sich in Bettgestellen, Matratzennähten, Sockelleisten oder hinter Tapeten. Sie verbreiten sich fast ausschließlich passiv – über Koffer, Kleidung oder gebrauchte Möbel.
Anzeichen für einen Befall
- Reihenartig angeordnete, juckende Stichstellen auf der Haut
- Kleine dunkle Kotpunkte oder Blutspuren auf Bettwäsche
- Abgestreifte, helle Häutungshüllen in Matratzennähten
- Süßlich-modriger Geruch bei starkem Befall
Gefahren & mögliche Schäden
Bettwanzen übertragen zwar in der Regel keine Krankheiten, verursachen aber starken Juckreiz, Schlafstörungen und psychische Belastung. Ein Befall breitet sich unbehandelt schnell auf Nachbarwohnungen aus, etwa über Rohrschächte oder gemeinsame Wände.
So beugen Sie vor
- Reisegepäck nach Hotelaufenthalten separat und erhöht lagern, nicht direkt aufs Bett stellen
- Gebrauchte Matratzen und Polstermöbel vor der Anschaffung genau prüfen
- Wäsche nach Reisen möglichst heiß waschen (mind. 60 °C)
- Bei Verdacht frühzeitig handeln, statt abzuwarten
Wann Sie einen Fachbetrieb rufen sollten
Bettwanzen lassen sich mit Hausmitteln kaum vollständig beseitigen, da Eier und versteckte Tiere leicht übersehen werden. Eine professionelle Bekämpfung, meist mit mehreren Nachbehandlungen, ist hier praktisch immer erforderlich.
